Home

Karriere-Tipps

Statistik (0)

Studium schützt vor Arbeitslosigkeit

12.10.2017, 11:25

Allen Klagen über den „Akademisierungswahn“ zum Trotz: Ein Studium ist immer noch der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Das zeigen zumindest aktuellen Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Lernen lohnt sich: Studenten haben in Deutschland sehr gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt.
Foto: Thinkstock

„Je höher die Qualifikation, desto besser ist die Position auf dem Arbeitsmarkt“, sagte Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das gelte insbesondere in Zeiten der Digitalisierung, in denen die Anforderungen an die Beschäftigten ständig stiegen.

So erreichte die Arbeitslosenquote von Akademikern im Jahr 2016 gerade mal 2,3 Prozent, so das IAB in Nürnberg. Niedriger war sie zuletzt im Jahr 1980 gewesen (1,8 Prozent). Volkswirte sprechen bei einer Arbeitslosenquote von weniger als 3 Prozent von Vollbeschäftigung. Auch Professoren von Tourismus-Studiengängen bestätigen, dass ihre Absolventen kaum Probleme beim Job-Einstieg haben. Dabei verbesserte sich die Beschäftigungssituation auch für Personen mit beruflicher Ausbildung: Ihre Arbeitslosenquote lag 2016 mit 4,2 Prozent fast einen halben Prozentpunkt niedriger als im Jahr davor.

Dagegen haben Geringqualifizierte ein hohes Arbeitslosigkeits-Risiko: In der Gruppe ohne Berufsabschluss waren im vergangenen Jahr 19,1 Prozent ohne Arbeit. Allerdings hat sich die Gesamtsituation auf dem Arbeitsmarkt weiter verbessert, so dass auch unter den Beschäftigten ohne Berufsabschluss die Arbeitslosenquote im Vorjahresvergleich um rund einen Prozentpunkt zurückgegangen ist. Weber: „Der Arbeitsmarkt ist derzeit insgesamt sehr aufnahmefähig.“ Die Arbeitslosigkeit ist 2016 im dritten Jahr in Folge gesunken und hat mit 6,2 Prozent den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. (ES)

0 Leser-Kommentare

Google Xing
Vorherige