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Ägyptens Weg aus der Krise

27.04.2017, 14:45

Ägypten erlebt seit Jahren eine touristische Berg- und Talfahrt. Jetzt geht es endlich wieder aufwärts. Reisebüros und Veranstalter waren mit der fvw am Roten Meer und in Luxor. Klaus Hildebrandt schildert seine Eindrücke aus einem bewegten Land.

Klaus Hildebrandt ist Chefredakteur der fvw. Er war beim fvw Workshop dabei und moderierte den Kongresstag in Sahl Hasheesh.
Foto: fvw

Es ist ruhig im Tal der Könige in Luxor am Dienstagvormittag, als die gut 40-köpfige Gruppe des fvw Workshops den Pharaonen ihre Aufwartung macht. Die Vertreter von Reisebüros und Veranstaltern selbst sind hin- und hergerissen: Einerseits ist es eine viel eindrücklichere Erfahrung, wenn man den Abstieg in die über 3000 Jahre alten Grabkammern oder den Besuch der Tempel mit nur wenigen Besuchern – neben uns noch vor allem chinesische Touristen – teilen muss. Andererseits besteht unsere Gruppe aus Reiseprofis, die ermessen können, was dies für die Hoteliers und Touristiker der Region bedeutet. „Puh, ist das leer hier“, entfährt es einem Reisebüro-Inhaber, als er den Parkplatz vor dem Karnak-Tempel sieht.

Der Tourismus nach Ägypten erholt sich, das bestätigen auf dem fvw Workshop in Hurghada und Luxor alle Veranstalter und die Zahlen des Marktforschers TrevoTrend. Doch das Volumen liegt noch unter dem früherer Rekordjahre. Wie immer im Auf und Ab des Tourismus in dem Land kehren zuerst die Badeurlauber an das Rote Meer und erst mit Zeitverzug die Gäste an den Nil zurück. Die Hoteliers aus Luxor berichteten über schwere Zeiten in den vergangenen sechs Jahren, über stillgelegte Nilschiffe, über die Folgen für die vom Tourismus lebende Region und über abgewanderte Arbeitskräfte.

Aber es waren keine Klagelieder, die wir zu hören bekamen, sondern viel Dankbarkeit. Dafür, dass die Buchungen aus Deutschland wieder spürbar anziehen, und dass die deutsche Regierung, anders als Russland oder Großbritannien, mit den Reisehinweisen und -warnungen für das Land verantwortungsbewusster umgehe. Wir erlebten eine großartige Gastfreundschaft und einige berührende Momente, etwa als uns stolz die – auch durch Spenden aus der ägyptischen Reisebranche unterstützte – hochmoderne neue Krebs-Klinik in Luxor präsentiert wurde.

Ein großer Teil der Reisebüro-Gruppe war noch nie am Nil, einige Expedienten sogar noch nie in Ägypten. Wie sehen Sie den Ägypten-Tourismus, wie laufen die Buchungen und was erwarten Sie von deutschen Veranstaltern und der Destination? Ich bin gespannt.

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